Von der LED-Lampe bis zum Kraftwerk
Bündner MINT-Woche: In den Herbstferien tüfteln, programmieren und konstruieren

Einen Roboter programmieren, ein Solarpanel, ein Windrad und eine Mini-Turbine bauen oder ein Werkstück schweissen: Während der Bündner MINT-Woche vom 12. bis 16. Oktober 2026 entdecken Schülerinnen und Schüler der 3. bis 6. Klasse die Welt von Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Die Teilnahme ist kostenlos.

Wie wird aus Kunststoffgranulat ein fertiges Bauteil? Wie lässt sich aus Sonnenlicht, Wind oder Wasser Energie gewinnen? Und was braucht es, damit ein Roboter eine Aufgabe selbständig löst? Während der Bündner MINT-Woche gehen Kinder solchen Fragen nicht nur theoretisch nach: Sie bedienen Maschinen, bearbeiten unterschiedliche Materialien, führen Experimente durch und programmieren eigene Anwendungen.

Die Bündner MINT-Woche verbindet Schule und Wirtschaft nun schon seit mehr als zehn Jahren. Lernende und Fachpersonen aus 15 regionalen Unternehmen und Organisationen, Studierende der Pädagogischen Hochschule Graubünden und erfahrene Lehrpersonen begleiten die Schülerinnen und Schüler bei ihren Projekten. Gleichzeitig lernen die Kinder verschiedene Lehrberufe und mögliche Arbeitsfelder im MINT-Bereich kennen.

«An der Bündner MINT-Woche tüfteln die Kinder und probieren verschiedene Lösungswege aus», sagt Beatrice Koller, Projektleiterin Bündner MINT-Woche. «Wenn Kinder erleben, dass sie knifflige Aufgaben alleine oder gemeinsam mit Gleichaltrigen bewältigen können, gewinnen sie Selbstvertrauen – weit über die MINT-Woche hinaus.» Möglich werde dieses Angebot durch die langjährige enge Zusammenarbeit der PH Graubünden mit engagierten Unternehmen der Bündner Wirtschaft.

Je nach gewähltem Angebot verbringen die Teilnehmenden mehrere Tage in einem Unternehmen und einen oder zwei Tage an der PH Graubünden. Im Val Müstair und in Poschiavo finden fünftägige regionale Angebote statt.

 

Die diesjährigen Programme ermöglichen vielfältige Einblicke:

Pädagogische Hochschule Graubünden

  • Die Kinder lösen – begleitet von Studierenden – Aufgaben zu Robotik, Programmieren und Mathematik. Sie bauen und programmieren LEGO-Roboter, entwickeln Smartphone-Apps, erforschen mathematische Zaubertricks oder experimentieren mit einer Roboterblume.

 

Kooperationspartner

  • EMS-CHEMIE AG / Keller Laser AG: Die Kinder führen unter anderem chemische Versuche durch, lernen Kunststoffe kennen und verarbeiten sie, fräsen ein Werkstück und bearbeiten oder schweissen Metall. Dabei erhalten sie Einblick in verschiedene technische Berufe, etwa in der Polymechanik, Laborarbeit, Kunststofftechnologie, Logistik sowie im Anlagen- und Apparatebau.
  • Georg Fischer Rohrleitungssysteme AG, Seewis-Pardisla: Die Schülerinnen und Schüler erleben, wie aus Kunststoffgranulat Produkte entstehen. Sie stellen selbst Kunststoffteile her und fertigen eine eigene LED-Lampe, für die sie fräsen, löten und programmieren.
  • Graubündner Kantonalbank, Chur / Inventx AG, Chur: Die Kinder erhalten Einblicke in das Zusammenspiel von Banking, Informatik und digitaler Innovation. Dabei lernen sie verschiedene Berufsfelder kennen, lösen Programmier- und Logikaufgaben und setzen sich mit digitalen Prozessen sowie Sicherheitsfragen auseinander.
  • Hamilton AG, Bonaduz: Die Kinder löten eine Leiterplatte, programmieren einen Arduino, bearbeiten eine Plexiglasplatte und montieren daraus ein eigenes Produkt.
  • Repower AG, Küblis: Die Teilnehmenden experimentieren mit Stromkreisen, bauen einen Mini-«Heissen Draht», fahren einen Parcours mit einem Mini-Stapler, probieren das Kranfahren in der Maschinenhalle aus und klettern gesichert auf einen Übungs-Strommast. Dabei erhalten sie Einblicke in Berufe rund um Energie, Netz, Logistik und Kraftwerke.
  • Repower MINT-Camp, Val Poschiavo: Während einer Lagerwoche bauen die Kinder unter anderem ein Solarpanel, ein Windrad und eine Mini-Turbine. Zudem löten sie einen Einsteigerbausatz und programmieren einen LEGO-Spike-Roboter. Spiel und Spass kommen während der Lagerwoche nicht zu kurz.
  • Rhätische Bahn AG, Landquart / login Berufsbildung AG, Landquart: Die Kinder erstellen im Bildungszentrum der login Berufsbildung AG Werkstücke und Steuerungen. Ausserdem erhalten sie Einblick in die Hauptwerkstätte der RhB.
  • Thomann Nutzfahrzeuge AG, Chur: Die Kinder erhalten Einblick in die Arbeit mit Nutzfahrzeugen. Sie wechseln ein Rad am LKW, lernen den toten Winkel kennen, bauen und testen einen eigenen Gokart und erleben eine Probefahrt mit einem Lastwagen.
  • TRUMPF Schweiz AG, Grüsch: Die Teilnehmenden drehen Aluminiumteile, löten und verkabeln Leiterplatten, montieren mechanische Einzelteile und konstruieren Bauteile. Sie erhalten dabei Einblicke in den Arbeitsalltag in den Bereichen Automation, Mechanik und Konstruktion.

Ein weiteres Angebot im Val Müstair ermöglichen die Arvenmöbelschreinerei PichaLain SA, die Sanitärtechnikfirma Tschenett AG, das Medienunternehmen Aimara AG und der regionale Naturpark Biosfera Val Müstair.

Eckdaten zur Bündner MINT-Woche 2026

 

Datum: 12. bis 16. Oktober 2026

Zielgruppe: Schülerinnen und Schüler der 3. bis 6. Klasse

Kosten: kostenlos (ausgenommen Lagerwoche Poschiavo mit Möglichkeit von Stipendien)

Anmeldung: phgr.ch/mintwoche26

Anmeldeschluss: je nach Angebot vom 28. September bis 8. Oktober 2026; die Platzzahl ist begrenzt

Veranstaltungskalender: Bündner MINT-Woche 2026

Während den Herbstferien haben Primarschulkinder von der 3. bis 6. Klasse die Möglichkeit ihre MINT-Kompetenzen zu erweitern und wertvolle praktische Erfahrungen zu sammeln.

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Forschung & Entwicklung: MINT-Projekte

Mit der MINT-Förderung setzt sich die PH Graubünden zum Ziel, dass angehende wie auch erfahrene Lehrpersonen die neuen Technologien kennen, diese anwenden und im Unterricht einsetzen können. Die Lehrer:innen werden für MINT-Inhalte begeistert und befähigt, diese Kompetenzen ihrer Schüler:innen wirksam zu fördern.

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