Architektur und Kunst als Einheit: Kunst am Bau
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Miguela Tamò, *1962
Aktuell in Restauration (nicht vor Ort)
5-teilige Skulpturengruppe, Epoxidharz, Polyurethan, Pigment
Wie diese Werkgruppe von Miguela Tamò an die PHGR kam, ist eindrücklich und das Ergebnis eines aussergewöhnlichen Engagements. Grossicorpirossi ist eines der wenigen Werke, das nicht explizit als Kunst am Bau entstanden ist. Die Dozentin Barbara Redmann sah sie in einer Ausstellung, war begeistert und initiierte 2002 den Ankauf über den Kanton.
Standen die fünf Objekte zuerst im Innenraum, erhielten sie 2010 mit dem Erweiterungsbau von Pablo Horváth einen neuen Platz im Aussenraum zwischen Mediothek und Hörsälen. Der Künstlerin gefällt, wie die organischen Formen und das knallige Rot die graue, kantige Architektur aufbrechen und mit dem Grün der Landschaft einen Komplementärkontrast bilden.
Handwerkliche Präzision war für Tamò zentral: Aus einer Erstform aus Styropor trug sie in aufwendiger Handarbeit Schicht für Schicht selbst eingefärbtes Epoxidharz auf, schliff die Oberfläche zum Schluss glatt und liess sie mit Polyurethan versiegeln. Die fünf Objekte bilden Variationen einer Grundform – einander ähnlich, aber in feinen Nuancen verschieden und einzigartig, wie die Individuen einer Gruppe. (SP)
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