Pensari, 2010

Lydia Wilhelm, *1975 CH

Wandzeichnung, Graphit lackiert

Feine, wolkenartige Strukturen überziehen Wände und Decke beim Treppenaufgang zur Mediathek. Die Graphitzeichnung von Lydia Wilhelm erinnert an neuronale Netzwerke – an Verästelungen unseres Denkens – und zugleich an Bilder aus dem Kosmos: Schattierungen und Verdichtungen wirken wie galaktischer Staub, in dessen Zentrum das Licht ferner Sterne funkelt. 

Mit Pensari – sursilvan für «Denkraum» – eröffnet die Künstlerin eine imaginäre Welt, in der sich Denkraum und Kosmos spiegeln: ein gedankliches Universum, das Sichtbares und Vorstellbares miteinander verbindet. So wie die illusionistische Zeichnung die Begrenzung der Architektur überwindet, vermag auch das Denken, Grenzen zu überschreiten: indem es Bekanntes hinterfragt und Zusammenhänge neu erschliesst. (NR) 

Aufgang Bibliothek, EG

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