Der Kontext
Mehrsprachigkeit in Graubünden
Das Projekt MoMIt wird im Kanton Graubünden durchgeführt. Graubünden ist der einzige Kanton der Schweiz mit drei Amtssprachen: Deutsch, Rätoromanisch und Italienisch. Das Gebiet mit der stärksten Präsenz des Italienischen ist Italienischbünden (Grigioni italiano). Italienisch spielt aber auch in den überwiegend deutsch- oder romanischsprachigen Gebieten des Kantons eine wichtige Rolle. Auf nationaler Ebene wird die Minderheitensprache durch spezifische gesetzliche Massnahmen geschützt und gefördert.
Italienisch als Fremdsprache in der Primarschule
Der Unterricht in zwei Fremdsprachen ist in der Primarschule in der Schweiz fest verankert. Die erste Fremdsprache wird ab der dritten Klasse unterrichtet. Je nach Kanton kann dies Französisch, Deutsch, Italienisch, Romanisch oder Englisch sein.
MoMIt untersucht den Italienischunterricht als erste Fremdsprache an Primarschulen in deutschsprachigen Schulen des Kantons Graubünden. Es richtet sich an die 6. Klassen (Abschlussjahr der Primarstufe), in denen gemäss Lehrplan 21 das angestrebte Kompetenzniveau ein A1.2 beträgt.