BILINGUA
Netzwerktagung in Surava

Am 10. Juni 2026 trafen sich Lehrpersonen und Schulleitungen zweisprachiger Schulen und Klassen aus Graubünden zur zweiten Netzwerktagung BILINGUA in Surava.

Die zweite Tagung BILINGUA stand ganz im Zeichen von Netzwerk und Austausch. Die Teilnehmenden erfuhren Sprache als lebendiges und soziales Gut. In einer abwechslungsreichen Mischung aus Bewegung, Storytelling, Naturerfahrung und gemeinschaftlichem Kochen entstanden Räume für Austausch, Inspiration und echte Begegnung. Im Mittelpunkt standen Mehrsprachigkeit, Kooperation und Vernetzung – fernab klassischer Tagungsformate. So wurde Lernen zu einem gemeinsamen Erlebnis.

Die Netzwerktagung bildete den Abschluss eines dreijährigen Projekts im Auftrag des Amts für Volksschule und Sport (AVS) Graubünden. Ziel des Projekts war es, zweisprachige Schulen und Klassen im Kanton durch Weiterbildungsangebote, didaktische Beratungen und den gezielten Aufbau eines Netzwerks zu unterstützen.

Nach der mehrsprachigen Begrüssung bot bereits der gemeinsame Weg vom Bahnhof Surava zum Veranstaltungsort Gelegenheit für erste Gespräche und Begegnungen. Fachliche Impulse setzte anschliessend Ladina Seraina Ziani mit einem Silent-Referat in der Natur. Die Verbindung von Bewegung, Reflexion und inhaltlichem Austausch regte Diskussionen über das Lernen und Lehren in mehrsprachigen Kontexten an. Die Gespräche und Begegnungen während der Tagung machten deutlich, welchen Wert der regelmässige Austausch hat. Neben Unterrichtskonzepten und didaktischen Materialien leisten insbesondere der Erfahrungsaustausch, die gemeinsame Reflexion und die Zusammenarbeit zwischen Schulen einen wichtigen Beitrag zur Qualitätssicherung und Weiterentwicklung der zweisprachigen Bildung.

Während der vergangenen drei Jahre waren 13 Schulen aus allen Regionen Graubündens am Projekt beteiligt. Zu den zentralen Projektbausteinen gehörten Team-Weiterbildungen, individuelle Weiterbildungen, didaktische Beratungen sowie der Aufbau eines kantonalen Netzwerks. Die im Rahmen des Projekts entstandenen Kontakte und Kooperationen bilden eine wichtige Grundlage für die weitere Entwicklung der zweisprachigen Bildung im Kanton Graubünden.

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