Türen 2. OG
Für das Hauptgebäude der PH Graubünden entwickelte Madlaina Demarmels ein umfassendes Farbkonzept, das Orientierung bietet und zugleich sinnlich erfahrbar ist. Türen und Türstürze sind über mehrere Stockwerke hinweg unterschiedlichen Farbbereichen zugeordnet: von Blauviolett im zweiten Untergeschoss über Petrol-, Blau- und Grüntöne in den unteren Etagen bis zu Weiss-, Grau-, Orange-, Rot- und Gelbnuancen in den oberen Geschossen. Die Abfolge der Farben folgt der vertikalen Bewegung im Gebäude – von dunkleren, kühlen Tönen hin zu helleren, warmen.
Die präzisen Farbfelder heben sich deutlich vom grauen Sichtbeton der Gänge ab. Sind die Türen geöffnet, wirken sie wie serielle Farbfächer, die den Raum rhythmisieren. In ihrer Reduktion auf Farbe und Fläche erinnern die Arbeiten an die monochrome Malerei der 1980er Jahre. Anders als im klassischen Ausstellungsraum sind die Farbflächen hier jedoch unmittelbar mit dem Alltag verbunden: Türen werden geöffnet, durchschritten und geschlossen. Sie markieren Übergänge – und lassen sich so auch als Sinnbild für Lernprozesse verstehen. Denn die Aneignung von Wissen kultiviert kein Denken in schwarz/weiss, sondern ein Denken in Nuancen und Abstufungen.
Türen 2. OG
Türen 1. OG
Türen 1. UG
Türen 2. UG
Das Gebäude der PHGR braucht Kunst! – sagte sich der Architekt Robert Obrist (1937-2018). Dieses Verständnis von Architektur und Kunst als Einheit setzte er 1983 beim Bau der Pädagogischen Hochschule Graubünden um, die damals noch Bündner Frauenschule hiess.
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