Adriana Grass-Marques, ohne Titel, 1983, aufgebrochener Quader, Inkrustation, Kalkstein, am Gebäude der Pädagogischen Hochschule Graubünden

Architektur und Kunst als Einheit
Kunst am Bau

Das Gebäude der PHGR braucht Kunst! – sagte sich der Architekt Robert Obrist (1937-2018). Dieses Verständnis von Architektur und Kunst als Einheit setzte er 1983 beim Bau der Pädagogischen Hochschule Graubünden um, die damals noch Bündner Frauenschule hiess.

Der Campus an der Scalärastrasse versteht sich als architektonische Fortsetzung des nahegelegenen Scaläratobels mit seiner zerfurchten, steinigen Landschaft. Beton, Stahl, Stein und Holz prägen das Schulareal, das durch die prägnante Architektur zur urbanen Landschaft wird.

Das Kunst-am-Bau-Konzept hat der Bündner Künstler Gian Pedretti (1926–2025) entwickelt. Bemerkenswert ist, dass er ausschliesslich Künstlerinnen einlud. Sie schufen ihre Kunstwerke spezifisch für die PH Graubünden und bezogen die architektonischen Begebenheiten mit ein. Viele Werke sind heute noch zu sehen – zum Beispiel die steinerne Wassertreppe im Aussenraum, die hölzerne Decke der Aula oder die Gestaltung des Foyers.

Diese Kunst will nicht belehren, sondern zum Hinschauen anregen. Sie lädt dazu ein, innezuhalten und eine vertraute Umgebung bewusst wahrzunehmen.

Fotografien von Donat Caduff, 2026

Aufgebrochener Quader, Kalkstein: ohne Titel (1983)

Die Skulptur von Adriana Mafalda Grass-Marques prägt den Eingang der PH Graubünden seit über vierzig Jahren. Der aus zwei geometrischen Steinblöcken bestehende Körper ist ein Kunstwerk und gleichzeitig Sitzgelegenheit, Treffpunkt und Teil des täglichen Hochschullebens.

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Türen, Farbklänge: ohne Titel (1983)

Für das Hauptgebäude der PH Graubünden entwickelte Madlaina Demarmels ein umfassendes Farbkonzept, das Orientierung bietet und zugleich sinnlich erfahrbar ist. Türen und Türstürze sind über mehrere Stockwerke hinweg unterschiedlichen Farbbereichen zugeordnet: von Blauviolett im zweiten Untergeschoss über Petrol-, Blau- und Grüntöne in den unteren Etagen bis zu Weiss-, Grau-, Orange-, Rot- und Gelbnuancen in den oberen Geschossen. Die Abfolge der Farben folgt der vertikalen Bewegung im Gebäude – von dunkleren, kühlen Tönen hin zu helleren, warmen.

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Malerei auf Faltwand: Bewegung (1983)

Der Gebäudekomplex der PH Graubünden wurde vom Architekten einst mit «Felsblöcken in der Rüfe» verglichen – ein Bild, das auf die ursprüngliche Landschaft des heutigen Loëquartiers verweist: eine von Murgängen geprägte Schutthalde in stetiger Bewegung. Diese Vorstellung von Materie im Wandel bildet einen konzeptuellen Bezugspunkt für Madlaina Demarmels Wandmalerei im Foyer des Hauptgebäudes.

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