Adriana Grass-Marques, ohne Titel, 1983, aufgebrochener Quader, Inkrustation, Kalkstein, am Gebäude der Pädagogischen Hochschule Graubünden
Adriana Grass-Marques, ohne Titel, 1983, Inkrustation, Kalkstein, Fussboden Eingang Hauptgebäude, am Gebäude der Pädagogischen Hochschule Graubünden

Aufgebrochener Quader, Kalkstein
ohne Titel (1983)

Die Skulptur von Adriana Mafalda Grass-Marques prägt den Eingang der PH Graubünden seit über vierzig Jahren. Der aus zwei geometrischen Steinblöcken bestehende Körper ist ein Kunstwerk und gleichzeitig Sitzgelegenheit, Treffpunkt und Teil des täglichen Hochschullebens.

Der beigefarbene Kalkstein der Skulptur findet sich im Inneren des Gebäudes wieder: Auch der Boden des Foyers wurde von der Künstlerin entworfen. Sie hat dafür detaillierte Skizzen und Entwürfe auf Millimeterpapier angefertigt. 

Dunkle Linien durchziehen sowohl die Skulptur als auch die Bodengestaltung. In eckigen Bewegungen bringen sie eine Dynamik in den Raum, indem sie etwa an den halbhohen Wänden emporsteigen. In der Baukunst wird dieses künstlerische Verkleiden von Wänden mit Steinen als Inkrustation bezeichnet. Die Kunst verbindet sich mit der Architektur.

Adriana Mafalda Grass-Marques, die in Zürich die Kunstgewerbeschule absolviert hatte, musste sich ihren Platz als Künstlerin erkämpfen. Lange war sie es, die als Mallehrerin und Kunsttherapeutin den Lebensunterhalt ihrer vierköpfigen Familie sicherte. «Fifty-fifty, sonst geht es nicht!», setzte sie 1972 ihrem Ehemann, dem Künstler Paul Grass, ein Ultimatum, um ihre eigene Kunst vorantreiben zu können. Für ihre Werke an der PH Graubünden und als Pionierin der Kunsttherapie wurde sie 1997 mit dem Anerkennungspreis des Kantons Graubünden ausgezeichnet.

Adriana Mafalda Grass-Marques (1928, Poschiavo – 2012, Zürich)

 

Adriana Grass-Marques, ohne Titel, 1983, aufgebrochener Quader, Inkrustation, Kalkstein, am Gebäude der Pädagogischen Hochschule Graubünden

Skulptur vor dem Eingang der PH Graubünden, Kalkstein, 1983/84

Adriana Grass-Marques, ohne Titel, 1983, Inkrustation, Kalkstein, Fussboden Eingang Hauptgebäude, am Gebäude der Pädagogischen Hochschule Graubünden

Mosaikarbeit im Eingangsbereich der PH Graubünden, Kalkstein, 1983/84

Adriana Grass-Marques, ohne Titel, 1983, Inkrustation, Kalkstein, Mauerfragment, Eingang Hauptgebäude, am Gebäude der Pädagogischen Hochschule Graubünden

Mosaikarbeit im Eingangsbereich der PH Graubünden, Kalkstein, 1983/84

Architektur und Kunst als Einheit: Kunst am Bau

Das Gebäude der PHGR braucht Kunst! – sagte sich der Architekt Robert Obrist (1937-2018). Dieses Verständnis von Architektur und Kunst als Einheit setzte er 1983 beim Bau der Pädagogischen Hochschule Graubünden um, die damals noch Bündner Frauenschule hiess.

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