Mit welchen Erwartungen und Sorgen sind Sie in Ihr Austauschsemester gestartet – und wie haben sich diese im Verlauf entwickelt?
Meine grösste Erwartung war, mein Französisch deutlich zu verbessern. Das hat sich definitiv erfüllt. Ausserdem hoffte ich, neue Freundschaften zu schliessen und viele schöne Momente zu erleben – auch das ist gelungen, und ich habe bis heute Kontakt zu einigen Personen.
Eine meiner grössten Sorgen war, dass mich die Sprache überfordern könnte. Gerade am Anfang war der Unterricht auf Französisch ungewohnt und herausfordernd. Dank der Rücksichtnahme von Dozierenden und Mitstudierenden machte ich jedoch schnell Fortschritte und gewann zunehmend Sicherheit.
Gab es einen Moment oder eine Erfahrung, die Ihnen besonders gezeigt hat, dass sich das Austauschsemester gelohnt hat?
Es gab mehrere solcher Momente. Besonders wertvoll waren die vielen gemeinsamen Erlebnisse mit neuen Freund:innen – beim Mittagessen, bei Treffen am Abend oder in Gesprächen zwischen den Modulen. Ein prägender Moment war zudem meine Abschlusspräsentation. Dabei wurde mir bewusst, wie stark sich mein Französisch verbessert hatte. Spätestens da wusste ich, dass ich diese Entscheidung jederzeit wieder treffen würde.
Inwiefern hat das Austauschsemester Ihre Studienmotivation und Ihre Zukunft beeinflusst?
Das Austauschsemester hat mich sehr motiviert. Gerade in einer Phase, in der die Motivation oft sinkt, konnte ich neue Energie und spannende Eindrücke gewinnen. Auch persönlich bin ich gewachsen: Ich habe gelernt, Herausforderungen anzunehmen und zu bewältigen. Die Verbesserung meiner Sprachkenntnisse gibt mir zudem mehr Sicherheit und Vorteile für meine berufliche Zukunft.
Was würden Sie Mitstudierenden raten, die ein Austauschsemester in Betracht ziehen, aber noch unsicher sind?
Den «perfekten Zeitpunkt» gibt es selten – es gibt immer Gründe zu zögern. Andererseits ist ein Austauschsemester eine einmalige Chance. Ich war anfangs selbst unsicher, bin heute aber sehr froh, diesen Schritt gewagt zu haben. Es war definitiv die richtige Entscheidung, und ich würde es jederzeit wieder tun.
Wie haben Sie die Unterstützung durch die Gast- und Heimatuniversität erlebt?
Ich habe mich von beiden Seiten gut unterstützt gefühlt. Meine Heimatuniversität half mir bei der Vorbereitung und auch finanziell. Vor Beginn des Semesters konnte ich offene Fragen mit der Gastuniversität klären. Zu Semesterstart gab es zudem ein Treffen mit anderen Austauschstudierenden, was mir den Einstieg erleichterte und erste Kontakte ermöglichte.
Wie würden Sie Ihr Austauschsemester in einem Satz zusammenfassen?
Als tolle und lehrreiche Erfahrung. Das Semester war nicht nur sprachlich bereichernd, sondern hat mich auch persönlich und beruflich weitergebracht und mir viele unvergessliche Begegnungen ermöglicht.