Das Projekt Leben am San Bernardino ist eine gemeinsame Initiative der Fachhochschule Graubünden (FHGR), der Scuola Universitaria Professionale della Svizzera Italiana (SUPSI) und der PH Graubünden (PHGR). Es ist im Rahmen des Reallabors San Bernardino entstanden.
Ein zentrales Ziel des Projekts ist es, das Bewusstsein für die Kulturlandschaft der Region zu stärken, bestehende Bauwerke und Infrastrukturen entlang der Transitachse des San Bernardino aufzuwerten und innovative Lösungen für die Nutzung des gebauten und landschaftlichen Erbes zu entwickeln. Dabei spielt der Tourismus eine wichtige Rolle: Leben am San Bernardino versteht Tourismus als ein wichtiger Motor nachhaltiger Regionalentwicklung und als Chance, neue, kreative und verantwortungsvolle Tourismusformate zu erproben. Diese sollen Kultur, Landschaft und lokale Identität miteinander verbinden und den Gästen authentische, partizipative und ganzheitliche Erlebnisse ermöglichen.
Das Projekt orientiert sich an der Transitachse und stellt dabei die Themen Raum und Stein in den Mittelpunkt. Raum wird nicht nur als physischer, sondern auch als kultureller und sozialer Lebensraum verstanden, eingebettet in die ökologischen, historischen und gesellschaftlichen Kontexte der Region. Die Perspektiven der lokalen Bevölkerung bilden dabei einen zentralen Bestandteil des Projekts.
Bis 2031 soll sich die Region durch die Arbeit im Reallabor, durch Vermittlungsprojekte, partizipative Workshops und langfristige Vernetzungsinitiativen als Modellregion etablieren, in der integrative, partizipative und innovative Ansätze nachhaltiger Entwicklung erprobt, dokumentiert und übertragbar gemacht werden – mit Wirkung über die Region hinaus. Leben am San Bernardino besitzt internationalen Vorbildcharakter, indem es zeigt, wie Hochschulen gemeinsam mit regionalen Akteur: innen neue Wege einer verantwortungsvollen Entwicklung alpiner Räume eröffnen können.