Veranstaltungsreihe
Wissenschaftscafé Graubünden: «Hexenverfolgung in Graubünden – historische Muster und ihre Aktualität»
Datum
09.04.2026
Zeit
18:30 -
Ort
Stadtbibliothek, Grabenstrasse 28, Chur
Veranstalter
Institut für Kulturforschung Graubünden
Programminhalt
Im 17. Jahrhundert wurden in Graubünden zahlreiche Frauen – und auch einige Männer – der «Hexerei» beschuldigt, gefoltert und hingerichtet. Die überlieferten Akten und weitere Quellen zeigen: Die Anschuldigungen folgten. oft wiederkehrenden Mustern und einer eigenen Logik. Doch Mechanismen von Ausgrenzung, Schuldzuweisungen und Sündenböcken gehören nicht nur der Vergangenheit an. Auch heute werden bestimmte Menschen oder Gruppen verdächtigt, stigmatisiert oder an den Pranger gestellt. Wie entstehen solche Feindbilder? Und lassen sich Parallelen zwischen den historischen Hexenverfolgungen und modernen «Hexenjagden» ziehen? Ein Wissenschaftscafé für alle, die mehr über dieses Kapitel der Bündner Geschichte erfahren möchten und gemeinsam mit Expertinnen und Experten darüber ins Gespräch kommen wollen, wie historische Muster von Ausgrenzung und Anschuldigung bis in die Gegenwart wirken.
Referierende
- Antonia Bertschinger, PhD, Kulturwissenschaftlerin, Institut für Kulturforschung Graubünden
- Antonia Egli, wissenschaftliche Projektmitarbeiterin an der Fachhochschule Graubünden und Doktorandin an der Dublin City University
- Gian Franco Josef Arnold, PhD, Oberpsychologe, Psychiatrische Dienste Graubünden
- Moderation: Noemi Adam-Graf, PhD, stellvertretende Institutsleiterin und Sprachwissenschaftlerin, Institut für Kulturforschung Graubünden
Zielpublikum
Öffentliche Veranstaltung
Veranstaltungsreihe Wissenschaftscafé Graubünden
Cafés waren schon immer beliebte Treffpunkte, um über das aktuelle Geschehen zu diskutieren und Meinungen auszutauschen. Bei den Wissenschaftscafés diskutieren Expertinnen und Experten mit dem Publikum über wissenschaftliche Themen, die speziell für Graubünden von Bedeutung sind. Die Veranstaltungen finden jeweils an unterschiedlichen Orten statt.
Es handelt sich um ein offenes Gespräch zwischen allen Teilnehmenden. Der Eintritt ist frei.
Initiatorin und Koordinatorin
Die von der Stiftung Science et Cité an diversen Hochschulstandorten der Schweiz initiierten Wissenschaftscafé-Veranstaltungsreihen möchten der Bevölkerung den persönlichen Austausch mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern verschiedenster Fachrichtungen ermöglichen – mit dem Ziel, Schranken zwischen Hochschulforschung und Bevölkerung abzubauen. Im direkten Austausch wird der allgemeine Nutzen der Forschung an Hochschulen und Forschungsanstalten (be)greifbar, die Verknüpfung von Alltag und Wissenschaftsergebnissen wird augenfällig. Die Veranstaltungsreihe wird koordiniert von der Academia Raetica, der Vereinigung zur Förderung von Wissenschaft, Forschung und Bildung im Kanton Graubünden und seiner Umgebung.
30. April
Pädagogische Hochschule Graubünden, Chur
08:30 – 16:00
09. April
Stadtbibliothek, Grabenstrasse 28, Chur
18:30 –
27. Mai
ibW Höhere Fachschule Südostschweiz, Gürtelstrasse 48, Chur
17:00 –